Psychotherapie

Der Anfang

Oft beginnt es mit einer Krise, Verstrickungen mit uns oder anderen Menschen, einem Unglück, einem Verlust, die uns das Gefühl vermitteln, keinen Ausweg mehr zu finden, die Kontrolle verloren zu haben. Die eigenen Ideen und Ressourcen genügen manchmal nicht mehr, um mit den erlebten Belastungen und Herausforderungen fertig zu werden. Viele Menschen haben in einer Lebenskrise zudem noch das Gefühl, etwas falsch zu machen, also scheinbar zu versagen. Sie setzen sich dann noch weiter unter Druck, scheitern, fühlen sich schuldig. Andere ziehen sich in belastenden Lebenssituationen zurück, gehen dann oft sogar destruktiv mit sich selbst um. Oder es reagiert auch "nur" der Körper und wir spüren die zugrunde liegenden auslösenden Gefühle nicht mehr. Statt dessen versuchen wir auftretende Schmerzen, Schlaflosigkeit und andere körperliche Erscheinungen mit Tabletten, Alkohol oder fragwürdigen anderen Methoden unter Kontrolle zu halten. Man spricht dann, wenn sich keine organischen Ursachen finden lassen, von psychosomatischen "Störungen". Menschen mit solcher Symptomatik durchlaufen eine oft jahrelange, vergebliche Odyssee durch verschiedene Arztpraxen, ohne wirklich Linderung oder gar Heilung zu finden.

Bei Krisen und/oder Symptomen solcher oder ähnlicher Art ist es dann oft sinnvoll, eine Psychotherapie als Lösungsansatz zu erwägen. Zumindest sollten Sie das eigene Erleben und die Symptomatik durch einen speziell ausgebildeten Mediziner oder psychologischen Psychotherapeuten abklären lassen. Erhärtet sich der Verdacht, ist eine fachgerecht durchgeführte Psychotherapie ein wirksames und effizientes Mittel zur Behandlung von psychischen Krankheiten und den begleitenden oben genannten Symptomen. 

Krankheit - ein problematischer Begriff

Meiner Meinung nach ist es nicht unbedingt hilfreich oder sinnvoll, hier nur von "Krankheit" zu sprechen. Viele Symptome stellen schon den Versuch dar, die aktuell bestmögliche Lösung zu leben. Denken Sie nur an den momentan in aller Munde geführten "Burn Out". Dahinter steckt ja gerade ein Mensch, der sich unter anderem ganz außerordentlich überfordert, jegliches Maß für sich verloren hat. Da ist es zunächst nicht das Schlechteste, dass das destruktive Verhalten nach einem Zusammenbruch einfach nicht mehr weiter geführt werden kann.

Auch gibt es keine "freilaufende" Depression oder Panikattacke.
Es gibt Ursachen und Zusammenhänge, die es zu verstehen gilt. Manchmal liegen diese Ursachen verborgen in unserer Biographie, unserem Erfahrungs- und Lebenshintergrund. Oft versuchen wir Probleme mit immer genau den selben Strategien und Verhaltensmustern zu lösen. Genau denen, die uns vielleicht beigebracht worden. Wir können manchmal nicht begreifen, dass "mehr desselben" und Wiederholungen einfach nicht zu neuen Ergebnissen führen.

Fakt ist, wenn man im Loch sitzt, sollte man wenigstens aufhören zu graben, auch wenn der Ausweg noch nicht gefunden ist. Ebenso Fakt ist, dass die Krise immer auch Chance zur Veränderung und Entwicklung ist!

Anders ausgedrückt:

Wenn Sie etwas ändern möchten, müssen Sie etwas ändern! zuhören

Eine gute psychotherapeutische Arbeit fängt mit zuhören an und sollte meines Erachtens in erster Linie lösungsorientiert sein. Sie sollte die Ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten und Ressourcen nutzen und erweitern. Im Mittelpunkt eines jeweils individuell gestalteten Therapieprogramms stehen daher genau Sie und ein ressourcenzentriertes, aufdeckendes und gegenwartsorientiertes Vorgehen. Der auf Sie persönlich abgestimmte Therapieplan verlangt dabei von Ihnen ein hohes Maß an eigenverantwortlicher Mitarbeit, sowie die Bereitschaft zur Reflexion und Auseinandersetzung mit sich selbst und den eigenen Mustern. Änderungen sind oft gerade am Anfang, wenn der Leidensdruck hoch ist, einfacher. Kaum geht es uns besser, fallen wir gerne wieder in alte Muster zurück. Natürlich begleite und unterstütze ich Sie auch hier.

Weitere Informationen zu meiner Arbeitsweise finden Sie hier.

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